Katzenkastration - Warum wir helfen

Das Leid ist groß.

Ein ungeheure Anzahl an Katzen hat ein ausgesprochen elendes Leben.

Dies ist eines unserer größten Tierschutzprobleme.

Um zu verstehen, weshalb der TierSchutzVerein Groß-Dortmund (und eigentlich alle Tierschutzvereine) sehr viel in Katzenkastrationen investieren, müssen wir ein wenig die Hintergründe dieses Themas beleuchten.

Katzen sind Haustiere. Die freilebenden Katzen, die wir meist auf Brachen und ähnlichen Flächen vorfinden, sind ausnahmslos Nachkommen von unkastrierten Hauskatzen und/oder ausgesetzte Tiere. Es ist eine völlige Fehleinschätzung, wenn man diese Lebensweise für natürlich oder gar artgerecht für diese Katzen hält. Hauskatzen sind über die Jahrhunderte im Lebensumfeld des Menschen so stark in ihren Instinkten verändert, dass sie heute nicht mehr in der Lage sind, sich verwildert in sogenannter Freiheit selbständig durchzuschlagen. Im Gegenteil: Die Vielzahl der verwilderten Katzen lebt krank und halbverhungert ein kurzes, elendes Leben. Sie alle wären eigentlich auf die Obhut des Menschen angewiesen, haben sich von diesem jedoch so weit entfernt, dass sie regelrecht menschenscheu sind und sich mehrheitlich nicht mehr an die Nähe von Menschen gewöhnen. Diese Chance besteht im Grunde nur bei sehr jungen Tieren.

Die Zahl der Katzen, die von Jägern aus Gründen des sogenannten Jagdschutzes erschossen werden und die, die darüberhinaus Opfer des Straßenverkehrs werden dürfte mindestens sechsstellig, wenn nicht sogar viel eher siebenstellig sein. Niemand weiß wieviele Katzen in irgendwelchen Gebüschen siechen, bis sie sterben. Ein unvorstellbares Leid für jedes einzelne Tier.

Durch Futterstellen versuchen Tierschützer die Tiere etwas zu unterstützen und es gelingt an solchen Plätzen auch immer wieder, Katzen einzufangen, Krankheiten zu behandeln und zu kastrieren bevor man sie wieder in ihr bekanntes Revier entlässt, da sie nach langer Verwilderung nicht mehr in menschliche Gesellschaft integrierbar sind. Die Tiere sind meist krank, verwurmt, verfloht und unterernährt. Die typischen Krankheiten sind Katzenseuche und -schnupfen, Leukose sowie Augenerkrankungen und extremer Parasitenbefall. Ein trostloser Anblick, den man nicht so leicht vergisst.

Da unkastrierte Katzen ohne Probleme pro Jahr, in zwei bis drei Würfen von 3 bis 5 Welpen haben können, vermehrt sich die Not explosiv. Obwohl die Welpen schlechte Überlebenschancen haben und selbst, wenn nur 6 Welpen im Jahr pro Muttertier überleben, kann diese Katzenmutter nach vier Jahren über 2.000 Nachkommen haben. Der Deutsche Tierschutzbund, die Landesverbände und die angeschlossenen Vereine versuchen deshalb händeringend eine Katzenschutzverordnung durchzusetzen, um der damit verbundenen Qual der verwilderten Katzen und der Schwemme von Katzen in den Tierheimen etwas entgegenzusetzen. Darin geht es z.B. um Vorgaben für die Haltung von Katzen – vorrangig sind dabei die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht in den Kommunen. Es gibt schon sehr gute Erfahrungen in vielen Städten und Gemeinden (die meisten davon in Nordrhein-Westfalen), die auf diesem Weg bereits vorangegangen sind und entsprechende Vorgaben in die Kommunalverordnung aufgenommen haben. Dort konnten bereits sehr gute Erfahrungen gesammelt werden und es wird verzeichnet, dass die Zahl der Kastrationen signifikant zugenommen hat. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg, der unkontrollierten Vermehrung von Katzen sowie der Ausbreitung von schwerwiegenden und ansteckenden Katzenkrankheiten entgegenzuwirken.

Und natürlich ist jeder Tierfreund, der auch Katzenhalter ist, unbedingt aufgefordert seine Katze oder seinen Kater rechtzeitig – vor Eintritt der Geschlechtsreife, also schon in den ersten 4 bis 5 Monaten – kastrieren zu lassen.

Sogar ganz unabhängig davon, ob das Tier auch Freigänger ist oder ausschließlich in der Wohnung gehalten wird. Denn unkastrierte Tiere quälen sich und werden oft sogar krank.

Und letztendlich sind schon viele Stubentiger mal entwischt.

Für den TierSchutzVerein Groß-Dortmund e. V. ist gerade alles rundum die Milderung des Katzenelends und vor allem die Kastrationsaktionen ein finanziell sehr schwer zu stemmendes Unterfangen. Helfen Sie mit – ob per Geld- oder Futterspende – jeder kann etwas dazu beitragen, die große Not der Katzen zu lindern.

Text: Christiane Ohnmacht

Spendenkonto:

Sparkasse Dortmund, Kto.-Nr. 301 002 769, BLZ 440 501 99, Verwendungszweck: Katzen